AL/Grüne Rödermark zum SPD-Vorwurf des angeblichen Komplettversagens in der Wohnungspolitik: „SPD übersieht die erzielten Erfolge“

Dass im Rhein-Main-Gebiet praktisch in allen Kommunen eine gehörige Nachfrage nach Wohnungen jeglicher Kategorie besteht, ist eine nicht zu bestreitende Tatsache. Die Sache hat nach Auffassung der Anderen Liste/Die Grünen Rödermark (AL) aber zwei Seiten: Zum einen die Bekämpfung der Ursachen für den auf unserer Region lastenden Siedlungsdruck, zum anderen die Befriedigung des Bedarfs.

„Es war in den letzten 15 Jahren ein großes Verdienst der AL“, so der sozialpolitische Sprecher der AL/Grünen-Fraktion Reimund Butz, „dass die Stadt sehr wohl den Erhalt und den Zuwachs von preisgünstigen Wohnungen gezielt in den Blick genommen wie auch den ökologischen Erfordernissen in gleicher Weise Rechnung getragen hat. In der Amtszeit von Bürgermeister Roland Kern (2005-2019) sind entstanden: 

  • Die Seniorenresidenz am Badehaus mit 45 barrierefreien Wohnungen;
  • das Franziskushaus mit 40 barrierefreien Wohnungen, davon 17 mit Sozialbindung, und 2 Demenz-WGs für 13 Personen; 
  • der Senioren- und Pflegepark in der Carl-Zeiss-Straße mit 41 Plätzen; 
  • das Pflegestift Artemed mit 108 Plätzen in Urberach; 
  • das Wilhelm-Thomin-Haus mit 18 Wohnungen für Menschen mit Behinderung in der Erikastraße. 

Zusammen mit dem umfangreichen Beratungs- und Betreuungsnetzwerk für Seniorinnen und Senioren hat die Leitstelle Älterwerden des Kreises diese Projekte als Leuchttürme in der gesamten Region bezeichnet!“

Zum klassischen Wohnungsbau rechnet die AL für die Amtszeit von Bürgermeister Kern  vor: 

  • 100 Wohneinheiten für ca. 230 Einwohner am Karnweg
  • 200 Wohneinheiten für 460 Einwohner an den Rennwiesen
  • 13 Reihenhäuser für ca. 60 Einwohner am ehemaligen Gallusheim
  • ca. 250 Wohnungen für ca. 570 Einwohner in bisherigen Baulücken bzw. durch

Nachverdichtung im Bestand 

  • 14 Baugrundstücke für ca. 50 Einwohner (und Kindergarten!) am alten Festplatz
  • 14 Reihenhäuser und 129 Wohneinheiten für ca. 340 Einwohner auf dem ehem. verseuchten Hitzel&Beck-Gelände in der Odenwaldstraße.

Dieses Projekt war eine Glanzleistung ganz besonderer Art. Jahrzehntelang hatte kein Mensch einen blassen Schimmer davon, was dort überhaupt gemacht werden könnte. Das gelang aber schließlich in einem komplizierten Dreiecksgeschäft von Land, Investor und Stadt.

In konkreter Planung bzw. Umsetzung sind:

  • 70 Wohneinheiten für ca. 160 Einwohner an der Kapellenstraße (diese Planung war wegen der Eigentumsverhältnisse ebenfalls äußerst schwierig);
  • mindestens 100 Wohneinheiten südlich alter Seeweg (am alten Gaswerk);
  • ca. 15 Wohneinheiten im Wohnquartier südlich Darmstädter Straße;
  • mehrere Dutzend neue Wohneinheiten in einem Urbanen Gebiet Odenwaldstraße.

„Und in diese Kategorie“, so Reimund Butz, „gehört auch das Projekt „Frankfurter Bogen“, in welches die Stadt dank der Initiative von Erster Stadträtin Andrea Schülner aufgenommen worden ist und in welchem Wohnungsbau, selbstverständlich auch preisgünstiger, in der Nähe des Bahnhofs Urberach stattfinden soll! Wer das alles als unbeachtlich abtut, disqualifiziert sich selbst.“

                                                                             

Verwandte Artikel