Quarzsand-Abbau bei Waldacker zerstört Wald und Lebensqualität

„Wenn ich von Plänen höre, dass in unmittelbarer Nachbarschaft von Waldacker auf einer Fläche von über 70 Hektar nach und nach der Wald gerodet werden soll, um dort bis zu 20 Meter tief Quarzsand abzubauen, schlägt mein Frühwarnsystem Alarm.“ So kommentiert die Bürgermeisterkandidatin Zeitungsberichte über eine öffentliche Bauausschusssitzung im benachbarten Dietzenbach, wo ein solcher Plan vorgestellt wurde.
„Mit mir wird es einen solchen erheblichen Eingriff in die Natur und die Lebensqualität in unserer ohnehin hoch belasteten Region nicht geben, wenn ich Bürgermeisterin in Rödermark werde“, verspricht Schülner. Dafür werde sie sich mit Entschlossenheit einsetzen. Die überdies zu erwartende erhebliche Belastung durch Schwerverkehr werde negative Auswirkungen auch auf Waldacker haben, die nicht hinnehmbar seien.
Das Vorhaben bedeute mehr als nur den Verlust von wertvollen Waldflächen gerade mal rund 200 Meter angrenzend an die nördliche Stadtgrenze von Rödermark. Schülner rechnet vor: Wenn in dem Waldstück zwischen der Kreisquerverbindung und Dietzenbach tatsächlich jedes Jahr wie angedacht 350.000 Tonnen quarzhaltigen Sandes abgebaut werden sollen, entspricht dies inklusive An- und Abfahrt der Schwerlaster jährlich mindestens 24.000 Fahrzeugbewegungen. Hinzu kämen wohl noch die Laster, die eingesetzt werden müssten, um die bis zu 20 Meter tiefen Ausgrabungen nach und nach wieder zu verfüllen. Und dies über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahrzehnten, befürchtet Schülner. Die betroffene mehr als 70 Hektar große Waldfläche an der Nordgrenze Rödermarks entspricht rechnerisch einer Länge von rund 875 Metern Länge mal 875 Metern Breite und sei damit womöglich größer als ganz Waldacker, hat Schülner kalkuliert. Sie fordert, solche Pläne nicht weiter zu verfolgen, sondern schnellstmöglich zu beerdigen.


Quelle: Google Maps

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