So funktioniert Geothermie
Geothermie für Rödermark
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Die oberflächennahe Geothermie ist eine der interessantesten alternativen Energieformen. Sie steht überall und jederzeit, unabhängig von Wind und Wetter zur Verfügung. Ihre Erschließung ist grundsätzlich auf jedem Grundstück möglich und sie kann zum Heizen und Kühlen von Einfamilienhäusern bis hin zu großen Bürogebäuden und Industriebauten genutzt werden.
Geothermie ist die unterhalb der Oberfläche vorhandene Wärmeenergie. Diese beruht im Wesentlichen auf der von der Sonne eingestrahlten Wärmeenergie und dem terrestrischen Wärmestrom, der aus dem heißen Erdinneren zur Oberfläche strömt. Der Einflussbereich der Sonne und der Jahreszeiten nimmt mit zunehmender Tiefe ab und verschwindet bei ca. 10-20 m Tiefe vollständig. Hier liegt die Temperatur in Deutschland im Mittel bei ca. 10 °C. Mit zunehmender Tiefe steigt die Temperatur um ca. 3 °C pro 100 m an.Die im Boden gespeicherte Wärme wird durch Erdwärmetauscher gewonnen und mittels einer elektrisch betriebenen Wärmepumpe für die Gebäudeversorgung nutzbar gemacht. Bei niedrigen Temperaturen im Gebäude setzen sich 100 % Nutzenergie aus 25 % elektrischer Antriebsenergie und 75 % Umweltwärme aus dem Erdreich zusammen.
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In Hessen wurden seit 2006 jährlich über 1000 Erdwärmesondenanlagen genehmigt. 2007 lag der Anteil der neu errichteten Gebäude, die mit einer Erdwärmesondenanlage ausgestattet sind, bei fast 15 %. Die Erdwärme ist somit nach der Gasheizung das am häufigsten eingesetzte Heizsystem.
Die Erdwärmenutzung ist nach dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG) erlaubnispflichtig. Die zuständige Genehmigungsbehörde ist der Kreisausschuss des Kreises Offenbach (Wasserbehörde).
Ausführliche Informationen zur Erdwärmenutzung in Hessen finden sich im Leitfaden des Hessischen Landesamts für Umwelt und Geologie (HLUG) zu finden im Internet unter www.hlug.de.
Nach der „Standortbeurteilung für Erdwärmesonden“ des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie (HLUG) befindet sich Rödermark überwiegend in wasserwirtschaftlich und hydrogeologisch günstiger Lage. In diesen Bereichen kommt ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren zur Anwendung. Waldacker und kleinere Teile von Ober-Roden befinden sich in wasserwirtschaftlich ungünstiger Lage. In diesen Fällen ist eine Einzelfallprüfung erforderlich, die eventuell Auflagen bei Errichtung und Betrieb zur Folge haben kann. Auskünfte hierüber erteilen die Wasserbehörde und das HLUG.
Quelle: HLUG
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| Quelle: [3] |
Der BWP Bundesverband Wärmepumpe e.V. vergibt in Deutschland das Internationale D-A-CH Gütesiegel an Wärmepumpen mit hohem Qualitäts- und Effizienzniveau.
Bei Bohrunternehmen ist das DVGW W 120 Zertifikat ein verlässlicher Nachweis für die Einhaltung der anerkannten Regeln der Technik.
Gut geplant und fachgerecht ausgeführt ist die Nutzung der Geothermie eine für Rödermark unbedingt empfehlenswerte und von der AL/Die Grünen favorisierte
Bürgeranlage zu Energiegewinnung, eine Energiequelle der Zukunft.
Bilder:
[1] Hessisches Landesamt für Umwelt und Geologie: Erdwärmenutzung in Hessen, 3., überarbeitete Auflage (2007), S. 5
[2] Dr. Rumohr, Sven: Nutzung der oberfächennahen Geothermie in Hessen - Zahlen und Kenngrößen, bbr 03/2009, S. 48
[3] Hessisches Landesamt für Umwelt und Geologie: Hydrogeologische und wasserwirtschaftliche Standortbeurteilung für die Errichtung von Erdwärmesonden in Hessen Offenbach und Kreis Offenbach, Bearbeitungsstand: 24. September 2009





