So funktioniert eine Windkraftanlage
Weltweit nimmt die Nutzung der Windenergie einen stürmischen Aufschwung. Weiter angefacht wird dieser Trend durch die wechselhaften Öl- und Gaspreise, dem absehbaren Ende der fossilen Energievorräte und ein wachsendes Umweltbewusstsein in der Bevölkerung. Und so funktioniert eine Windkraftanlage:
Eine Windkraftanlage wandelt die Bewegungsenergie der Luft in elektrische Energie um. Sie besteht aus einem Rotor mit den Rotorblättern und einer Maschinengondel, die auf einem hohen Mast montiert sind. Die Maschinengondel enthält einen Generator, der vom Rotor angetrieben wird. Die Drehzahl des Generator kann über ein Getriebe auch bei wechselnden Windgeschwindigkeiten konstant gehalten werden. Es existieren aber auch Generatoren ohne Getriebe.Ältere Windkraftanlagen haben Rotordurchmesser von 40 Metern und eine Nabenhöhe von 50 Metern. Neuere Anlagen haben Rotordurchmesser von 80 Metern in einer Höhe von 100 Metern. Diese größeren Anlagen bringen den sechsfache Ertrag gegenüber älteren Anlagen. Dies bedeutet, dass man heute auf der gleichen Fläche mit der Hälfte der Anlagen den dreifachen Stromertrag hat.
Durch die Möglichkeit der Verminderung der Anzahl von Windkraftanlagen in Windparks und durch die reduzierte Drehzahl der größeren Anlagen hat sich die gesellschaftliche Akzeptanz der Windenergie in den letzten Jahren erhöht.
Eine Windkraftanlage amortisiert sich sehr schnell. Die sogenannte Energierücklaufzeit, die vergeht bis ein Kraftwerk genauso viel Energie erzeugt hat, wie zu seiner Produktion, Transport, Errichtung, Betrieb usw. benötigt wurde, liegt bei zwei bis sechs Monaten.
Der Anteil der Windkraftanlagen an der gesamten Stromerzeugung in Deutschland ist von 1,8% im Jahre 2001 auf 7% im Jahre 2008 gestiegen.
Unglücksfälle kommen auch bei Windkraftanlagen vor, doch da sie meist fernab von Siedlungen stehen, kommt es abgesehen von Arbeitsunfällen bei der Montage und Wartung meist nicht zu Personenschäden.

