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Lustvoll altern – aber wie?
AL-Veranstaltung: Rödermark und der demografische Wandel

Unter dem Titel „Lustvoll altern – aber wie?“ hatte die Andere Liste zusammen mit dem Kreisverband von Bündnis 90 / Die Grünen in die Halle Urberach eingeladen.
„Wie muss sich eine Kommune wie Rödermark auf den auf die Bevölkerungsentwicklung einstellen?“ lautete die zentrale Frage der Veranstaltung, bei der neben dem Rödermärker AL-Sozialexperten Reimund Butz auch der Leiter der Ehrenamtsagentur des Kreises, Hennes Lucas, und die Projektleiterin des Betreuten Wohnens in Rödermark, Renate Naumann, referierten.

Einig waren sich die Referenten darin, dass die Altersentwicklung der Bevölkerung eine Herausforderung für jede Kommune ist - angefangen von der Flächenplanung für Wohnungsbau und Gewerbe bis hin zu besseren Betreuungs- und Bildungsangeboten müsse alles neu überdacht werden. „Die Vorstellung, lustvoll zu altern, ist eine emotionale Herausforderung für jeden Einzelnen. Viel zu sehr schwebt momentan der demographische Wandel noch als dunkle Wolke über uns“, hob Reimund Butz hervor. „Klamme öffentliche Finanzen und Engpässe in den Sozialversicherungen verstellen den Blickwinkel für bereits vorhandene positive Aktivitäten wie z.B. die Seniorengenossenschaften. Wichtige zukunftsorientierte Handlungsempfehlungen sind bereits von der Anderen Liste in Rödermark in das politische Geschäft eingebracht worden: kommunales Flächenmanagement, zentrumsnahes Wohnen mit kurzen Versorgungswegen verbunden mit einer Attraktivitätssteigerung der Ortskerne sind Stichworte dafür. Durch die Erkenntnisse der jüngst veröffentlichten Bertelsmann-Studie haben sie neue Aktualität gewonnen.“

„Unabdingbarer Baustein im sozialen Netz einer Kommune ist das bürgerschaftliche Engagement“, führte dazu Hennes Lucas aus, der unterstrich, dass eine große Bereitschaft zu projektbezogener und auch zeitintensiver ehrenamtlicher Arbeit bestehe, wenn eine professionelle Koordination und Unterstützung gewährleistet ist. „Man muss die Menschen in ihrer Qualifikation auch Ernst nehmen“, betonte Lusas. Allerdings könnten dadurch professionelle Dienste nicht ersetzt und marode Haushalte nicht saniert werden. Es sei aber zu begrüßen, dass das neue Ehrenamt professionelle Strukturen
durch bestimmte Angebotsstrukturen entlasten könne.
Als gutes Beispiel für das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern führte Renate Naumann die Projektgruppe „Betreutes Wohnen“ in Rödermark an. Diese Projektgruppe arbeitet mit Fachleuten mit dem Ziel zusammen, bedarfsgerechte Einrichtungen zu schaffen. Die Seniorenhilfe Rödermark arbeitet schon seit vielen Jahren nach dem Prinzip der gegenseitigen Hilfe – aber es mussten auch viele bürokratische Hemmnisse wie z.B. Versicherungsfragen oder steuerrechtliche Probleme aus dem Weg geräumt werden.

Bürgermeister Roland Kern betonte abschließend: „Lustvoll altern kommt als Lebensweise dann nicht zu kurz, wenn man von einem in der Gemeinschaft anerkannten, arbeitsreichen und ausgefüllten Leben spricht. Eine Stadt hat sich für die entsprechenden Bedingungen einzusetzen.“ Er unterstützt den Vorschlag der Anderen Liste, eine professionelle, kommunale Ehrenamtsagentur einzurichten, die das bürgerschaftliche Engagement organisiert und unterstützt.
 


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Die Andere Liste Rödermark ist eine Wählervereinigung in Rödermark, einer Stadt mitten im Rhein-Main Gebiet. Sie steht seit nunmehr 30 Jahren für eine nachhaltige Stadtpolitik in ökologischer und sozialer Verantwortung.



 

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Jeden Mittwoch 20:00 Uhr
Im Rathhaus Urberach,
Fraktionszimmer im 3. OG.
Zugang über den Hintereingang.