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Umweltfreundlich die Sonne anzapfen und Geld verdienen

Andere Liste Rödermark setzt sich für „Bürger-Photovoltaikanlage“ ein Nach dem Willen der Anderen Liste/Die Grünen soll der Magistrat ein Konzept für eine Bürger-Photovoltaik-Anlage erarbeiten. Dahinter verbirgt sich der Gedanke, dass die Stadt Voraussetzungen für die Errichtung einer Strom erzeugenden Solaranlage auf städtischen Gebäuden schafft, die von interessierten Bürgern durch Darlehen finanziert wird. Der Vorteil: Davon profitiert nicht nur die Umwelt, sondern auch der Geldbeutel all derer, die sich an der Finanzierung beteiligen. Die in Aussicht stehende Rendite ist höher als so manch andere Geldanlage.

Nachbarstädte wie Langen oder Dietzenbach und mittlerweile auch viele andere Kommunen bundesweit haben es vorgemacht: Eine von Bürgern finanzierte „Bürger-Photovoltaik-Anlage“ zapft – installiert auf öffentlichen Gebäuden – umweltfreundlich die Sonne an, um damit Strom zu erzeugen. Mit Anteilsscheinen ab einem Mindestbetrag von z.B. 500.-- € sichern interessierte Bürgerinnen und Bürger die Finanzierung. Das letztlich ohne kommunale Finanzmittel verwirklichte Solaranlagenprojekt wirft 20 Jahre lang eine gesicherte Rendite ab. In Langen und Dietzenbach springen dabei für die Geldgeber 4,5% Zinsen pro Jahr heraus. Ein erklecklicher Betrag, der derzeitige Sparbuch- oder Festgeldzinsen deutlich übersteigt. Zudem wird ein nicht zu unterschätzender Beitrag zur Entlastung der Umwelt geleistet, weil die direkte Umwandlung von Sonnenlicht in Strom die Emission des schädlichen Klimagases CO2 deutlich verringert.

Möglich wird dieses umweltfreundliche Modell zur Stromerzeugung durch das 2004 von der Bundesregierung verabschiedete sogenannte Erneuerbare Energie-Gesetz (EEG), mit dem regenerative Energien gefördert werden. Dahinter steckt zum einen die Absicht, die Abhängigkeit von Öl und anderen fossilen Brennstoffen zu verringern und zum anderen das Ziel, durch Vermeidung von Verbrennen herkömmlicher Energien einen Beitrag zur Luftreinhaltung und zum Klimaschutz zu leisten. Das EEG garantiert jedem Betreiber von Photovoltaikanlagen 20 Jahre lang einen gesetzlich festgelegten Betrag für jede in das öffentliche Stromnetz eingespeiste Kilowattstunde.

AL-Sprecher Eckhard von der Lühe ist zuversichtlich, dass sich ein Projekt für die Stromerzeugung aus Sonnenlicht auch in Rödermark bestens realisieren lässt. Dächer von Turnhallen, Rathäusern, Kindergärten, der Schulen oder das Dach des Bauhofes seien für die Errichtung einer Photovoltaikanlage exzellent geeignet. Die Erfahrungen in den Nachbarstädten wie Langen oder Dietzenbach stimmten durchweg optimistisch.
Dort war die Nachfrage nach Anteilsscheinen an der zukunftsorientierten Energieerzeugung größer als das ausgeschriebene Angebot. AL-Sprecher von der Lühe hofft zudem auf einen Dominostein-Effekt: "Wenn vor Ort der Beweis erbracht ist, dass
man die Sonne auch in unseren Breiten sinnvoll und effektiv zur Stromerzeugung nutzen kann, wird dieses Modell Nachahmer bei noch mehr Hausbesitzern und Unternehmen finden. Zudem besteht die Möglichkeit, bei Verwirklichung solcher Photovoltaik-Anlagen die Leistungsfähigkeit örtlicher Handwerksbetriebe mit einzubeziehen."
 


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Die Andere Liste Rödermark ist eine Wählervereinigung in Rödermark, einer Stadt mitten im Rhein-Main Gebiet. Sie steht seit nunmehr 30 Jahren für eine nachhaltige Stadtpolitik in ökologischer und sozialer Verantwortung.



 

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