AL bestätigt Vorstand einstimmig
Roland Kern vor zweiter Amtszeit ?
Im überfüllt
en Nebenraum der Gaststätte „Zur Eisenbahn“ in Ober-Roden bestätigten vergangene Woche mehr als 40 Mitglieder der Anderen Liste (AL) einstimmig Eckhard von der Lühe als Vorsitzenden sowie Nina Daum und Gerhard Schickel als dessen Stellvertreter. In der von Harmonie und Geschlossenheit geprägten Jahreshauptversammlung bekundete Bürgermeister Roland Kern in einem Grußwort überdies seine Bereitschaft, für eine zweite Amtszeit zur Verfügung zu stehen.
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Ein Nominierungsparteitag im Frühjahr soll Kern offiziell zum Kandidaten küren. Der alte und neue Vorsitzende Eckhard von der Lühe brachte es auf den Punkt: Unsere Stadt braucht Roland Kern als einen Bürgermeister mit Leib und Seele, Herz und Verstand sowie Umsicht und Weitsicht. Die Bürgermeisterwahl sollte nach Ansicht der AL schon aus Kostengründen „in einem Aufwasch“ gemeinsam mit der Kommunalwahl im März 2011 stattfinden.
Hart ins Gericht ging die AL mit dem Zustand der CDU/FDP-Koalition in Rödermark. Sie habe keine Vision für die Zukunft der Stadt, weil sie im Denken der Vergangenheit verankert sei.
In sich sei sie in wichtigen Fragen der Kommunalpolitik wie „Feuer und Wasser“. Ihr Zusammenhalt definiere sich einzig und allein darin, Bürgermeister Roland Kern immer wieder Knüppel zwischen die Beine zu werfen. Zudem wirft die AL der „Chaoskoalition“ vor, Jahre zu brauchen, um endlich zu den richtigen Einsichten zu kommen. Als Beispiel nannte von der Lühe die von der AL schon in den 90er Jahren geforderte Ortskernbelebung in Ober-Roden, die Renaturierung der Rodau oder die Errichtung der Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Feuerwehr in Ober-Roden. Mit dieser Solaranlage hätte Rödermark schon drei Jahre früher Geld verdienen und einen Beitrag zum Klimaschutz liefern können.
Im Gegensatz zur Klientelpolitik à la CDU/FDP-Koalition stehe die AL zu ihrer selbst auferlegten Verpflichtung, eine nachhaltige Stadtpolitik in ökologischer und sozialer Verantwortung betreiben zu wollen. Die AL verstehe ihre Rolle auch weiterhin darin, nicht nach kurzfristigen populistischen Gesichtspunkten zu entscheiden. Wichtiger seien Entscheidungen auf der Basis gesicherter Erkenntnisse, auch wenn die AL mit dieser „klaren Kante“ hier und da anecken könne.
