Renaturierung der Rodau dient dem Hochwasserschutz und der Natur
Auf die bevorstehende Renaturierung der Rodau freut sich die Andere Liste Rödermark (AL). „Damit werden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen“, formuliert AL-Vorsitzender Eckhard von der Lühe: „Dem Natur- und Umweltschutz wird gedient, aber auch dem überfälligen Hochwasserschutz für den Stadtteil Ober-Roden.Es werde natürlich erst einmal fürchterlich aussehen, wenn sich die Bagger durch das Gelände gewühlt haben werden, prophezeit die AL. Aber schon nach wenigen Monaten werde nach und nach ein Paradies für vom Aussterben bedrohte Tiere und Pflanzen entstehen. Die Artenvielfalt werde rapide zunehmen, wenn der einst begradigte Bachlauf sich künftig wieder auf natürliche Weise durch die Landschaft schlängeln könne. Dies bewiesen zahlreiche Renaturierungsmaßnahmen landauf und landab – so auch in der Nachbarstadt Rodgau oder an der Rodau-Mündung in Mühlheim.
Mit der Renaturierung der Rodau wird für die AL eine 25 Jahre alte Forderung umgesetzt. Auch wenn nun zunächst nur ein Teilbereich westlich des Rödermarkringes in ein naturnahes Bachbett zurückverwandelt werde, sei dies ein schöner, wenn auch später Erfolg, der aber keinesfalls zu spät komme. Die Gesamtkosten des Projektes beziffert von der Lühe auf 370.000.-- €. Davon würden Dank eines entsprechenden Antrages von Bürgermeister Roland Kern 260.000.-- € vom Land Hessen übernommen. Die Zusage für den Zuschuss liege seit Anfang des Jahres vor und die Ausschreibung für das Projekt sei erfolgt, so dass mit dem Beginn der Arbeiten unter dem Motto „Natürliche Rodau“ in Kürze begonnen werden könne. Die Kosten seien gering im Verhältnis zu den Hochwasserschäden, die ein einziger heftiger Wolkenbruch in Ober-Roden ausrichten könne, betont die AL. Und der Nutzen für Natur und Umwelt sei derart hoch, dass er gar nicht beziffert werden könne. Über den Stand der Renaturierungsmaßnahmen entlang des Bachlaufes bis zur Mündung in Mühlheim will sich die AL bei einer Radtour in den Sommerferien informieren.