Rödermark „Fit für die Zukunft machen“
Langfristige Einsparungen durch rentierliche und nachhaltige Investitionen.Mit Unverständnis reagiert die Andere Liste (AL) auf den Ausstieg der SPD und den anderen Fraktionen aus der Haushaltskonsolidierungsrunde. Die in der Konsolidierungsrunde angekündigten AL/GRÜNEN-Anträge dienten gerade dem Ziel, durch gezielte Investitionen mittel- und langfristig den städtischen Haushalt zu entlasten. Mit überwiegend rentierlichen Investitionen soll die Stadt „Fit für die Zukunft“ gemacht und als attraktiver Standort ausgebaut werden. Außerdem stünden ihre Anträge allesamt unter dem Vorbehalt, dass Mittel aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung verwendet werden können, betont die AL. Zudem verweist AL-Vorsitzender Eckhard von der Lühe auf derzeit „außerordentlich niedrige und möglicherweise noch weiter sinkende Zinsen“. Ohnehin geplante oder sinnvolle Projekte könnten dadurch in Verbindung mit dem
Konjunkturpaket so günstig finanziert werden wie selten.
In der Haushaltskonsolidierungsrunde habe man die Feststellung treffen müssen, dass kurzfristig wirkende Einsparungen kaum noch vorgenommen werden können. Gerade vor diesem Hintergrund seien die Anträge der AL diskussionswürdig. Sie beinhalten beispielsweise Investitionen in die verbesserte Wärmedämmung städtischer Gebäude, deren Potential zum Beispiel im Falle der beiden Rathäuser noch nicht genutzt worden sei.
In die gleiche Kerbe schlägt die AL-Initiative, durch ein Gutachten herauszufinden, mit welchem Aufwand das neu zu errichtende Seniorenwohnheim „Haus am Mühlengrund“ als Passiv- oder gar Null-Energie-Haus gebaut werden könnte. Für sinnvoll hält die AL auch die Erstellung einer sogenannten „interaktiven Stadtkarte“. Mit Hilfe von Geografischen Informationssystemen kann festgestellt werden, welche Dachflächen in Rödermark sich besonders gut für die Errichtung von Fotovoltaikanlagen eignen.
Langfristige Einsparungen erhofft sich die AL auch von der Beseitigung der maroden und im Unterhalt teuren Ampelkreuzung im Breidert zugunsten eines Kreisels. Diese Arbeiten könnten mit der ohnehin vorgesehenen Renovierung der Forststraße verknüpft werden.
Geld in die Hand nehmen will die AL auch für eine verbesserte Ganztagsbetreuung der Kinder in den beiden Rödermärker Grundschulen „An den Linden“ und der „Trinkbornschule“. Außerdem will die AL mit einer Konzeptstudie untersuchen lassen, wie die Kulturhalle besser vermarktet werden kann und die städtischen Kulturveranstaltungen wirtschaftlicher werden können.
Die AL geht davon aus, dass im Interesse der Stadt Rödermark im Zuge der weiteren Haushaltsberatungen sachlich mit den von ihr eingereichten Vorschlägen umgegangen werden sollte.