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28.1.2009 Attraktiver Nahverkehr:

AL für Anbindung Rödermarks an die „Regionaltangente West“

Ohne umzusteigen in kürzester mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Ober-Roden zum Frankfurter Waldstadion oder zum Flughafen, zur Jahrhunderthalle in Höchst, nach Eschborn, ins Nordwestzentrum oder weiter in den Taunus fahren? Für die Andere Liste Rödermark (AL) ist das keine Utopie, sondern mit politischem Willen innerhalb der nächsten zehn Jahre machbar. Dazu müsse nur die derzeit geplante „Regionaltangente West“ (RTW) nach Rödermark oder eventuell sogar bis Dieburg verlängert werden. Die AL hat für die nächste Stadtverordnetenversammlung einen Antrag eingebracht. Darin fordert sie den Magistrat auf, mit den zuständigen Institutionen mit dem Ziel einer direkten Anbindung Rödermarks zu verhandeln.

Zum Hintergrund: Mit der Regionaltangente West soll der öffentliche Nahverkehr bis 2018 eine neue attraktive Verbindung erhalten. Mit ihr können Pendler und Nutzer des Nahverkehrs Ziele im Frankfurter Westen erreichen, ohne durch das Nadelöhr der Frankfurter Innenstadt fahren zu müssen. Nach derzeitigen Plänen endet diese Tangente allerdings – aus Richtung Eschborn kommend – westlich der Bahnlinie Frankfurt – Darmstadt in Buchschlag. Die bestehende Dreieichbahn zur Weiterfahrt in Richtung Rödermark sei damit praktisch von der RTW „abgehängt“, weil der Umstieg auf die Ostseite zum Dreieichbahnhalt umständlich und zeitraubend sei. Nach Ansicht des AL-Vorsitzenden Eckhard von der Lühe würde damit eine große Chance vertan, Städte wie Dreieich, Rödermark, Münster oder Dieburg direkt anzubinden und die Fahrgastzahlen spürbar zu steigern.

In einer direkten umsteigefreien Anbindung der Regionaltangente West sieht die AL große Vorteile für die Menschen entlang der bestehenden Dreieichbahn, für die Lebensqualität der hier lebenden Menschen und für den Wirtschaftsstandort Rödermark, der damit ein Stück näher heranrücke an das pulsierende Rhein-Main-Gebiet. Eine Direktanbindung Rödermarks sei auch deshalb gerechtfertigt, weil der Kreis Offenbach mit einem Anteil von 317.000 Euro erheblich an den Planungskosten für die Westtangente beteiligt sei. Daher müsse es Ziel sein, dass möglichst viele Kommunen im Kreis auch in den Vorzug der neuen Verbindung kommen, argumentiert die AL.

Im November 2008 wurde die RTW Planungsgesellschaft mbH von den Gesellschaftern Stadt Frankfurt, Stadt Bad Homburg, Hochtaunuskreis, Main-Taunus-Kreis, Kreis Offenbach sowie der Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH (RMV) gegründet. Die Gesellschaft hat das Ziel, innerhalb der nächsten drei Jahre die Grundlagen für die Planfeststellung und Finanzierung der RTW zu schaffen. Für den Baubeginn wird das Jahr 2014 und für die
Betriebsaufnahme das Jahr 2018 angestrebt.

Mit einer direkten Nord-Süd-Verbindung zwischen Bad Homburg, dem Nordwestzentrum, den westlichen Stadtteilen Frankfurts, Eschborn, dem Flughafen, Neu-Isenburg und Dreieich soll die RTW zu einer besseren Vernetzung des öffentlichen Personennahverkehrs beitragen und die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes sichern. Eine Weiterführung der Trasse in Richtung Dieburg hält die AL für sinnvoll.
 


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