Altes Armenhaus gerettet - Bravourstück des Bürgermeisters
Fast genau 100 Jahre nach seiner Errichtung als Armenhaus der Gemeinde Ober-Roden steht nun fest, dass das an der Ecke Dockendorffstraße/Glockengasse stehende Wohngebäude nicht der Abrissbirne zum Opfer fällt. Ein städtebaulich wichtiges Gebäude - so die gutachterliche Aussage des hessischen Landesarchäologen Prof. Dr. Egon Schallmayer - bleibt uns damit erhalten.
Es ist nunmehr an einen Privatmann verkauft worden, der sich das Haus herrichten wird, um es mit seiner Familie zu bewohnen. Dass dies gelungen ist, stellt nach Ansicht des Vorsitzenden der Anderen Liste/Die Grünen (AL) Eckhard von der Lühe fast schon ein kleines Wunder dar. Jedenfalls, so von der Lühe, habe gegen die Abrisspläne der CDU/FDP-Koalition letztlich doch die Vernunft gesiegt.
Zur Vorgeschichte: Ende 2004 beschloss die CDU mit ihrer damaligen absoluten Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung, das Gebäude abzureißen und das Grundstück zu einem Parkplatz zu machen. Alle hiergegen vorgebrachten Appelle der AL und der SPD verhallten ungehört. Gipfel der auf Seiten der CDU herrschenden Unvernunft und Ignoranz war aus Sicht der AL, dass nicht einmal ein Aufschub des Abrisses um einige Monate, um in dieser Zeit einen Käufer zu finden, durchgesetzt werden konnte. Stattdessen sollten die teuersten Parkplätze Rödermarks geschaffen werden: Die Abrisskosten hätten in Verbindung mit den Kosten für die Herrichtung als Parkplatz ca. 50.000,- € betragen, wohingegen im Falle eines Verkaufs - so schon damals die Argumentation der AL - der Stadt der Kaufpreis zugefallen wäre.
Es ging der AL jedoch nicht allein um die Kosten. Sie kämpfte auch deswegen für den Erhalt des Hauses, weil sie es als wichtiges ortsbildprägendes Gebäude ansah. Hierin sah sich die AL durch das Ergebnis der von Bürgermeister Kern eingeholten gutachterlichen Stellungnahme von Prof. Dr. Egon Schallmayer bestätigt. Darin heißt es: „Das alte Armenhaus von Ober-Roden besitzt angesichts seines Aussehens, seines Umgebungsbereiches und seines historisch und sozialgeschichtlichen Hintergrundes Denkmalwürdigkeit. Die Beseitigung des Bauwerks hin zu einem erheblichen und unangemessenen Eingriff in den Grundrissplan des alten Ortskerns von Ober-Roden, der den Gang der historischen Siedlungsentwicklung widerspiegelt. Aufgrund der guten Bausubstanz ist ein Abriss ohnehin nicht notwendig. Zu gewinnen wären lediglich einige Parkplätze, die den Verlust an städtebaulicher Identität, an ortshistorischer Tiefe, insgesamt an Wohlfühlen in vertrauter Umgebung nicht aufwiegen könnten.“
Wer angesichts dieser klaren Aussage der hessenweit in solchen Fragen kompetentesten Person erwartet hätte, CDU und FDP würden von ihrer Mehrheit im Stadtparlament nun endlich verantwortungsvoll Gebrauch machen und alles tun, um das Gebäude zu retten, sah sich getäuscht. Noch wenige Monate nach Eingang des im März 2007 erstellten Gutachtens gelang es der AL in buchstäblich letzter Minute, nämlich unmittelbar vor der Abstimmung in der Stadtverordnetenversammlung, einen Beschluss der CDU/FDP-Koalition zu verhindern, der den Abriss des Gebäudes für den Fall seines nicht rechtzeitigen Verkaufs vorsah. Eckhard von der Lühe: „Nur weil wir der Koalition die Widersprüchlichkeit ihres Vorgehens gegenüber ihrem eigenen Antrag zum Schutz des Ortskerns von Ober-Roden vorhalten konnten, haben CDU und FDP um Sitzungsunterbrechung gebeten, sich umentschieden und den Abriss des Gebäudes aus ihrem Antrag herausgenommen. Es wäre auch ein echter Schildbürgerstreich gewesen, wenn sich seinerzeit die CDU und später dann die CDU/FDP-Koalition durchgesetzt hätte: Ein nicht wiedergutzumachender Eingriff in den alten Ortskern, der Verzicht auf den Verkaufserlös in Höhe von 62.000,- € und Kosten in Höhe von 50.000,- € - und das alles für lächerliche 8 Parkplätze.“
Als eigentlichen Retter des Gebäudes betrachtet von der Lühe aber den Bürgermeister: „Roland Kern hatte sich schon als Fraktionsvorsitzender der AL für den Erhalt des Gebäudes eingesetzt. Als er Bürgermeister wurde, gelang es ihm trotz geltenden Abrissbeschlusses, mit Beharrlichkeit und Fingerspitzengefühl die für den Ortskern und für die Finanzen der Stadt beste Lösung durchzusetzen. Das war ein echtes Bravourstück!“
Zur Vorgeschichte: Ende 2004 beschloss die CDU mit ihrer damaligen absoluten Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung, das Gebäude abzureißen und das Grundstück zu einem Parkplatz zu machen. Alle hiergegen vorgebrachten Appelle der AL und der SPD verhallten ungehört. Gipfel der auf Seiten der CDU herrschenden Unvernunft und Ignoranz war aus Sicht der AL, dass nicht einmal ein Aufschub des Abrisses um einige Monate, um in dieser Zeit einen Käufer zu finden, durchgesetzt werden konnte. Stattdessen sollten die teuersten Parkplätze Rödermarks geschaffen werden: Die Abrisskosten hätten in Verbindung mit den Kosten für die Herrichtung als Parkplatz ca. 50.000,- € betragen, wohingegen im Falle eines Verkaufs - so schon damals die Argumentation der AL - der Stadt der Kaufpreis zugefallen wäre.
Es ging der AL jedoch nicht allein um die Kosten. Sie kämpfte auch deswegen für den Erhalt des Hauses, weil sie es als wichtiges ortsbildprägendes Gebäude ansah. Hierin sah sich die AL durch das Ergebnis der von Bürgermeister Kern eingeholten gutachterlichen Stellungnahme von Prof. Dr. Egon Schallmayer bestätigt. Darin heißt es: „Das alte Armenhaus von Ober-Roden besitzt angesichts seines Aussehens, seines Umgebungsbereiches und seines historisch und sozialgeschichtlichen Hintergrundes Denkmalwürdigkeit. Die Beseitigung des Bauwerks hin zu einem erheblichen und unangemessenen Eingriff in den Grundrissplan des alten Ortskerns von Ober-Roden, der den Gang der historischen Siedlungsentwicklung widerspiegelt. Aufgrund der guten Bausubstanz ist ein Abriss ohnehin nicht notwendig. Zu gewinnen wären lediglich einige Parkplätze, die den Verlust an städtebaulicher Identität, an ortshistorischer Tiefe, insgesamt an Wohlfühlen in vertrauter Umgebung nicht aufwiegen könnten.“
Wer angesichts dieser klaren Aussage der hessenweit in solchen Fragen kompetentesten Person erwartet hätte, CDU und FDP würden von ihrer Mehrheit im Stadtparlament nun endlich verantwortungsvoll Gebrauch machen und alles tun, um das Gebäude zu retten, sah sich getäuscht. Noch wenige Monate nach Eingang des im März 2007 erstellten Gutachtens gelang es der AL in buchstäblich letzter Minute, nämlich unmittelbar vor der Abstimmung in der Stadtverordnetenversammlung, einen Beschluss der CDU/FDP-Koalition zu verhindern, der den Abriss des Gebäudes für den Fall seines nicht rechtzeitigen Verkaufs vorsah. Eckhard von der Lühe: „Nur weil wir der Koalition die Widersprüchlichkeit ihres Vorgehens gegenüber ihrem eigenen Antrag zum Schutz des Ortskerns von Ober-Roden vorhalten konnten, haben CDU und FDP um Sitzungsunterbrechung gebeten, sich umentschieden und den Abriss des Gebäudes aus ihrem Antrag herausgenommen. Es wäre auch ein echter Schildbürgerstreich gewesen, wenn sich seinerzeit die CDU und später dann die CDU/FDP-Koalition durchgesetzt hätte: Ein nicht wiedergutzumachender Eingriff in den alten Ortskern, der Verzicht auf den Verkaufserlös in Höhe von 62.000,- € und Kosten in Höhe von 50.000,- € - und das alles für lächerliche 8 Parkplätze.“
Als eigentlichen Retter des Gebäudes betrachtet von der Lühe aber den Bürgermeister: „Roland Kern hatte sich schon als Fraktionsvorsitzender der AL für den Erhalt des Gebäudes eingesetzt. Als er Bürgermeister wurde, gelang es ihm trotz geltenden Abrissbeschlusses, mit Beharrlichkeit und Fingerspitzengefühl die für den Ortskern und für die Finanzen der Stadt beste Lösung durchzusetzen. Das war ein echtes Bravourstück!“