Renaturierte Rodau besteht erste Bewährungsprobe
AL-Radtour führte von Weiskirchen bis zur Quelle
Viele wissenswerte Informationen sammelten die knapp 30 Teilnehmer der zweiten Etappe der Rodau-Radtour der Anderen Liste (AL), die dieses Mal von Weiskirchen bis zur Quelle bei Urberach verlief. Auf Rodgauer Stadtgebiet konnten mehrere Maßnahmen erkundet werden, die dazu geführt haben, dass der einst als Abwasserkanal dienende Bach stellenweise wieder in einem naturnahen Bett fließen darf.
Dies habe sich positiv auf die Wasserqualität und auf die Tier- und Pflanzenwelt ausgewirkt, konnten Vertreter der Rodgauer Grünen berichten. Von besonderem Interesse für die Teilnehmer war die Besichtigung der renaturierten Rodau in der Grünen Mitte zwischen Ober-Roden und Urberach, wo der Bach sich seit Oktober letzten Jahres auf 700 Metern Länge in seinem ursprünglichen Bett durch die Wiesenlandschaft schlängelt. Bei den jüngsten starken Regenfällen habe – so die AL – die renaturierte Rodau ihre erste Bewährungsprobe als Hochwasserschutz bestanden. Das neue Bachbett habe wie geplant wie ein riesiges natürliches Regenrückhaltebecken gewirkt, das den Abfluss der Wassermassen verzögerte und damit schlimmere Überschwemmungen in Ober-Roden verhindert habe.Die Renaturierung sei eine Investition mit hohem ökologischen Nutzen, großem Freizeitwert und effektivem Hochwasserschutz, freut sich AL-Vorsitzender Eckhard von der Lühe. Und Bürgermeister Roland Kern erinnerte an den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, auch den Bereich östlich des Rödermark-Ringes wieder naturnah zu gestalten, was eine enorme Aufwertung für die Grüne Mitte zwischen den Stadtteilen und eine nochmalige Verbesserung für den Hochwasserschutz sei.