AL-Radwanderung entlang der Rodau
Zu einer Radwanderung entlang der Rodau lädt die Andere Liste (AL) ein. Treffpunkt ist am Sonntag, 29. August um 9.45 Uhr am Bahnhof Ober-Roden. Von dort aus geht’s zunächst via S-Bahn nach Weiskirchen. Anders als im Vorjahr radelt die Gruppe dieses Mal nicht zur Mündung, sondern stromaufwärts zur Quelle in Urberach.
Entlang der Strecke erläutern Experten Sinn und Zweck verschiedener Renaturierungsmaßnahmen des Baches. Nach der Tour kehren die Radfahrer in den historischen Dinjer-Hof in Ober-Roden ein, wo beim gemeinsamen Fest von Kunst in Rödermark (KiR) und AZ ein Mittagessen und Getränke für neue Kräfte sorgen wird.
Die knapp 28 Kilometer lange Rodau musste Ende der 30er Jahre von Strafgefangenen des Lagers Rollwald begradigt und tiefer gelegt werden. Seit dieser Zeit fristete der Bach Jahrzehnte lang ein Dasein als besserer Abwasserkanal, der zudem an manchen Stellen überbaut oder verrohrt wurde. Die Beseitigung zahlreicher illegaler Einleitungen und die Modernisierungen der Kläranlagen in Ober-Roden und Weiskirchen haben in den letzten Jahren zu einer Verbesserung der Wasserqualität beigetragen. Durch die in den vergangenen Jahren begonnenen Renaturierungsarbeiten in Teilabschnitten des Bachlaufes konnte die Artenvielfalt deutlich erhöht werden. Dennoch gilt die Rodau immer noch als ein „am stärksten verschmutztes Gewässer in Hessen“, was vor allem auf den hohen Anteil an Klärwasser zurückzuführen ist. Die Gewässergüteklasse III bis IV (sehr stark verschmutzt) zieht die Empfehlung des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie nach sich, nicht in der Rodau zu baden.