AL zum neuen CDU/SPD-Bündnis:
CDU auf „linker“ Tour –
SPD völlig aus der Spur
„Nach der überfälligen Auflösung der schwarz-gelben Koalition hätte eine echte Chance zu einer sachbezogenen Kommunalpolitik ohne fest gefügte Blöcke bestanden. Die Chance zu einer solchen Politik der Vernunft wurde erneut vertan“, kommentiert AL-Vorsitzender Eckhard von der Lühe das neue Bündnis zwischen CDU und SPD. Der CDU scheine jede Verzweiflungstat recht zu sein, um ihren Machterhalt zu sichern und um gegen den Bürgermeister zu arbeiten. Dazu passe die Postenschacherei, mit der die SPD sich von der CDU habe einkaufen lassen.
Die Kehrtwende der SPD um 180 Grad sei zu allem Übel ein einsamer Beschluss der SPD-Führung ohne Befragung der Parteibasis. Der ganze Vorgang beweise erneut, dass die Stelle des Vorstandsvorsitzenden der IC Rödermark AG von den Strategen der CDU nur zu dem Zweck geschaffen worden sei, um – egal mit welchem politischen Partner – Handlungsspielraum für die Postenschacherei zu ihrem eigenen Vorteil zu erhalten.
Aber auch die CDU werde erhebliche Probleme haben, den Deal mit der SPD ihren eigenen Parteimitgliedern und Wählern zu verkaufen. Eine Partei, die erst mit der FDP koaliert und sich nach dem Scheitern der Ehe wenige Tage später ins noch warme Bett ausgerechnet mit der SPD legt, habe jedes Profil und jede Glaubwürdigkeit in der Bevölkerung verloren, analysiert die AL folgerichtig. Dies belege auch die Tatsache, dass der Beschluss zur Zusammenarbeit mit den Genossen wieder einmal eine Entscheidung im Hinterzimmer gewesen sei. Weder die CDU-Stadtverordnetenfraktion, geschweige denn die CDU-Mitglieder seien gefragt oder am Entscheidungsprozess beteiligt worden. Der Groll in der CDU-Mitgliedschaft über die einsame Entscheidung einiger weniger Strippenzieher sei entsprechend groß, denn die CDU-Basis fühle sich zu recht entmündigt, weiß die AL zu berichten. Von daher sei es fraglich, ob das schwarz-rote Machtkalkül am Ende aufgehen werde.