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Überläufer von CDU zur FDP

AL: Ein Fiasko für die Koalition

„Welch ein Fiasko für die CDU“, kommentiert AL-Vorsitzender Eckhard von der Lühe den Übertritt zweier prominenter Christdemokraten zur FDP und ergänzt: „Welch ein jämmerliches Bild liefert diese Pleiten-, Pech- und Pannenkoalition der Öffentlichkeit“. Wieder einmal habe der Juniorpartner FDP die einst so stolze und mächtige CDU vorgeführt und damit zutiefst gedemütigt.

 

Die öffentlich von der FDP mit Genugtuung und Triumph zelebrierte Aufnahme des CDU-Vize Tobias Kruger und des Ex-CDU-Schriftführers Dr. Rüdiger Werner müsse von der CDU als Affront betrachtet werden, der sie bis ins Mark getroffen habe. Wer es bis jetzt nicht wahrhaben wollte, dem müsse spätestens jetzt klar sein, wie zerrüttet die CDU/FDP-Ehe in Rödermark sei. Besonders pikant sei, dass die CDU Kruger über die Presse aufgefordert habe, sein Stadtverordnetenmandat zugunsten eines CDU-Nachrückers aufzugeben, während sich die FDP öffentlich über einen neuen Stadtverordneten in ihren Reihen freut. Das sei nicht wie von der FDP dargestellt lediglich eine personelle Verschiebung innerhalb der Koalition, sondern ein politisches Erdbeben, das Zeugnis über den inneren Zustand des schwer angeschlagenen bürgerlichen Zweckbündnisses ablege. Unmöglich könne die CDU jetzt einfach zur Tagesordnung übergehen. Immerhin sei Kruger Vorsitzender des wichtigen Bauausschusses, der laut Koalitionsvereinbarung den Christdemokraten zustehe.

„Die Koalition zerlegt sich selbst“, stellt AL-Chef Eckhard von der Lühe nüchtern fest.

Zugleich aber werde damit das „grandiose Scheitern“ der CDU-Strategie deutlich, bei der Koalitionsentscheidung nach der letzten Kommunalwahl auf die FDP gesetzt zu haben, um Bürgermeister Roland Kern zu schaden. Das angeblich so erfolgreiche CDU/FDP-Bündnis sei in Wirklichkeit eine Koalition auf Abruf. Würde sie tatsächlich so gut funktionieren wie in ewig wiederholten Propagandameldungen verlautbart, könne und dürfe es derart spektakuläre Personalwechsel und wiederholte inhaltliche Differenzen gar nicht geben - und schon gar nicht vom Juniorpartner FDP öffentlich zu Lasten des Partners CDU ausgeschlachtet.

Was hier geschehe, sei nichts anderes als ein vor dem staunenden Rödermärker Publikum ausgetragener Rosenkrieg. „Wie lange“, fragt die AL, „wollen die Christdemokraten eigentlich noch zusehen, wie der Schwanz mit dem Hund wackelt?“ Die CDU wäre gut beraten, sich endlich nicht länger von den Liberalen am Gängelband durchs Ort ziehen zu lassen, sondern dieses unglückselige Verhältnis aufzukündigen, damit künftig kommunalpolitische Entscheidungen wieder verstärkt unter den Gesichtspunkten der politischen Vernunft getroffen werden können. „Ein Ende mit Schrecken sei manchmal besser als ein Schrecken ohne Ende. Zu dieser Einsicht muss die CDU um ihrer selbst Willen kommen“, schreibt AL-Chef von der Lühe und fügt hinzu: „Ich weiß, dass ich mit dieser Stellungnahme vielen gestandenen Christdemokraten aus dem Herzen spreche.

 


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